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Vaterländischen Loge

Einmal im Jahr feiern wir in unserer Freimaurerloge die Vaterländischen Loge

Häufig berücksichtigen Vorträge anlässlich einer Vaterländischen Loge die Tatsache, dass heute vor 145 Jahren, am 18. Januar 1871, das Deutsche Kaiserreich proklamiert und König Wilhelm I. – unser Freimaurerbruder – an jenem Tag im Spiegelsaal des Schlosses Versailles zum Deutschen Kaiser gekrönt wurde. Hiervon sind wir dieses Jahr abgewichen und erwähnen ein anderes Ereignis , dem wir in Deutschland im letzten Jahr in besonderer Weise gedacht haben. Die geschichtliche Begebenheit, die nicht nur unser Vaterland verändert, sondern weltweite Auswirkungen nach sich gezogen hat, ist Grundlage der diesjährigen Rede.

Rede Vaterlaendische Loge 2016

Neugierig geworden? Dann werden Sie doch einfach bei uns Freimaurer und genießen regelmäßig bei uns interessante Vorträge, die zum Nachdenken anregen…..

Der Orden – Eine Erfolgsgeschichte

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Die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland gehört mit den skandinavischen Großlogen zur sogenannten christlichen Ausrichtung der Freimaurerei, die nach dem so genannten „Schwedischen System“ arbeitet. Wenn sich diese Großlogen in den einzelnen Ländern auch unterschiedlich entwickelt haben, so gehen sie doch auf einen gemeinsamen Ursprung zurück.

Der schwedische Kanzleirat Karl Friedrich Eckleff (1723-1784) schuf Mitte des 18. Jahrhunderts in Stockholm ein tiefgründiges freimaurerisches System. Er hat an diesem “Schwedischen System“ sein ganzes weiteres Leben lang gearbeitet. Sein “Patent” sowie die Akten und Rituale sollen ihm aus der Schweiz zugegangen sein. Im Jahre 1766 erhielt der preußische General-Feldstabsmedikus Johann Wilhelm Kellner von Zinnendorf (1731-1782) nach langen Verhandlungen mit Eckleff einen Freibrief zur Gründung einer “Großen Landesloge” sowie die dazu notwendigen Akten und Rituale. Mit diesen Unterlagen gründete er 1770 die “Große Landesloge von Deutschland” in Berlin, deren erster Großmeister Bruder Martin Kröncke wurde. 1771 übernahm König Friedrich (der Große) von Preußen das Protektorat über die Große Landesloge. 1773 erfolgte die Anerkennung durch die damals führende Großloge von England. Am 20. Dezember 1776 stiftete von Zinnendorf das heute noch bestehende Große Ordenskapitel und die Andreasloge “Indissolubilis“ in Berlin und wurde zudem erster „Ordensmeister“. Seit dieser Zeit gilt in der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland – anders als heutzutage in Skandinavien – das zweigliedrige System; bedeutet: An der Spitze unseres Ordens steht der Ordensmeister, dem die Ordenskapitel unterstellt sind. Ihm zur Seite steht der Landesgroßmeister, der die Johannis- und Andreaslogen repräsentiert.

In Schweden wurden die Eckleffschen Akten 1774 von Ordensmeister Herzog Carl von Södermanland übernommen. Da ihre vollständige Erarbeitung in Deutschland nicht vorlag, entsandte man mehrfach Kommissionen nach Stockholm, um die Vervollständigung sowohl von Eckleff als auch von Herzog Carl zu erbitten. Im Jahre 1819 wurde ein besonderer Freundschaftsvertrag zwischen den Großlogen beider Länder unterzeichnet. Dennoch gelang erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den Mecklenburger Christian Carl Friedrich Wilhelm von Nettelbladt (1779-1843) eine komplette Bearbeitung der Rituale aller Grade zu einem folgerichtigen Gesamtaufbau, nach welchem im Wesentlichen unverändert bis heute gearbeitet wird.

Sankt Johannis und die Freimaurer

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Am 24. Juni ist Johannistag

Weltweit feiern die Freimaurerlogen um den 24. Juni herum das Johannisfest. Doch warum? Der 24. Juni ist der sogenannte Johannistag, das Fest Johannis des Täufers.

Johannis der Täufer ist Schutzpatron der Johannislogen, die daher auch diesen Zusatz vor ihrem Logennamen tragen. Schon die alten Steinmetze hatten den Wegbereiter Christi als Schutzpatron. Johannes rief die Menschen zur Umkehr auf, taufte sie im Jordan und bereitete sie auf die baldige Ankunft des Messias vor. Die Taufe sollte eine rituelle Reinigung, ein Bekenntnis zur Buße und zur Umkehr sein. Schließlich zeigte sich auch Jesus von Nazareth unter seinen Anhängern und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Johannes sagte, er taufe nur mit Wasser, Christus hingegen werde mit „Feuer und mit Geist“ taufen. Danach begann Jesus Christus öffentlich zu wirken.

Das Johannisfest symbolisiert den längsten Tag des Jahres (Sommersonnenwende), an dem uns die Sonne ihr maximales Licht schenkt. Die Lichtsymbolik spielt in der Freimaurerei eine sehr bedeutende Rolle. Deshalb feiern die Ordensbrüder auch um dieses Datum herum das Johannisfest, ein fröhliches und lichtreiches Fest, das weltweit höchste Fest der Freimaurerei. Wichtigstes Symbol des Johannisfestes ist die Rose. Sie dient der Menschheit seit Urzeiten als ein Zeichen für Liebe, Schönheit und Freude. Mit einer Rose aus Stein krönten die Steinmetze des Mittelalters den Bau als Zeichen der Vollkommenheit.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest

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Wir sind in der dunklen Jahreszeit angelangt, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Ende Dezember zur Wintersommerwende sind die Tage am kürzesten.  Es ist der Gegensatz zu unserem Johannisfest im Sommer, der Sommersonnenwende.

Wir Freimaurer wissen, dass es kein Licht ohne Dunkelheit gibt. Das ist der Lauf der Welt.

Je dunkler die Tage werden, umso mehr wächst in uns Menschen die Sehnsucht nach dem Licht. Wir müssen uns diese dunkle Jahreszeit so angenehm wie möglich gestalten in dem festen Wissen, dass nach dieser Dunkelheit wieder Licht folgen wird….

Viele wunderschöne Festtage und eine sehr schöne Tradition helfen uns dabei, die Dunkelheit zu besiegen. Das Kerzenlicht.

Das Licht, dass wir besonders in der Advents- und Weihnachtszeit durch Kerzen zum Leuchten bringen, vermittelt ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Es ist Ausdruck eines positiven Lebensgefühls in der dunklen Jahreszeit. Ich kann mir mein Wohnzimmer in dieser Zeit nicht ohne das wärmende Licht einer Kerze vorstellen. Ich spüre, wie eine Ruhe mich erfasst. Wie anders wirkt ein Raum, wenn er nicht von der kalten Glühbirne beschienen wird. Das Kerzenlicht lebt und verzaubert seine Umgebung.

Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit und ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.