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Tag des offenen Denkmals – Schleswiger Freimaurer laden ein


Die Schleswiger Freimaurerloge „Carl zur Treue“ beteiligt sich am Sonntag, 10. September 2017, am bundesweit stattfindenden Tag des offenen Denkmals und öffnet von 11 bis 17 Uhr die Türen zu ihrem Logenhaus in der Flensburger Straße 5.

Mit der historischen Stadtvilla verbunden ist die Geschichte der Freimaurerei in Schleswig seit der Nachkriegszeit.

Logenbrüder werden durch das Haus führen. Informationen gibt es auch zur ca. 250 Jahre alten Rotbuche im Logengarten, die seit 1952 das Prädikat „Naturdenkmal“ trägt.

Einladung zum öffentlichen Gästeabend

 

Montag, der 27. Februar 2017 um 20:00 Uhr
Logenhaus Schleswig, Flensburger Straße 5

Die Schleswiger Freimaurerloge „Carl zur Treue“ gibt seit 150 Jahren Männern aus Schleswig und Umgebung ein hohes ideelles Leitbild. Bei uns steht der Mensch und alte ehrbare christliche Werte im Vordergrund, die in unserer modernen und schnelllebigen Gesellschaft leider oft in Vergessenheit geraten.

Wer aus dem alltäglich Hamsterrad ausbrechen und gemeinsam mit uns diese ehrbaren Werte und damit ein höheres Ziel in seinem Leben anstreben möchte, der ist bei uns genau richtig.

An unserem Gästeabend haben sie die Möglichkeit, sich umfassend über unsere Wertevorstellung zu informieren, gerne auch mit Partner.

In freue mich auf Ihren Besuch und vielleicht über einen neuen Bruder.

Oliver Pawel, Vorsitzender

Adventsfeier 2016

 

Am 10. Dezember 2016 versammelten wir uns mit Schwestern und geladenen Gästen zu unser vorweihnachtlichen Veranstaltung. Unter Schwestern verstehen wir unsere Frauen und die unserer verstorbenen Brüder.

In einem feierlich und weihnachtlich geschmückten Tempel und Gesellschaftsraum wurden wir durch weihnachtliche Musik und einer Rede auf den Abend und die Weihnachtszeit eingestimmt.

>> hier könnt ihr die Rede herunterladen und nachlesen <<

Nach einem reichhaltigen Essen ließen wir den Abend mit netten Gesprchen ausklingen.

 

 

Setzen Sie sich persönliche Ziele

Daheim ist sie Güte,
Im Geschäft ist sie Ehrenhaftigkeit,
In Gesellschaft ist sie Höflichkeit,
In der Arbeit ist sie Anständigkeit,
Für den Unglücklichen ist sie Mitleid,
Gegen das Unrecht ist sie Widerstand,
Für das Schwache ist sie Hilfe,
Dem Gesetz gegenüber ist sie Treue,
Gegen den Unrechttuenden ist sie Vergessen,
Gegenüber Andersdenkenden ist sie Toleranz,
Vor Gott ist sie Ehrfurcht und Liebe.

Wir Freimaurer haben uns hohe Ziele gesetzt.
Deren Einhaltung ist eine tägliche wiederkehrende Herausforderung, die mir nur selten gelingt. Die Ziele setzt sich ein Freimaurer selber und ist nur seinem eigenen Gewissen verantwortlich. Ich ertappe mich immer wieder, wie ich das eine oder andere Ziel nicht konsequent eingehalte und ärgere mich teilweise sehr darüber.

Aber genau das ist Freimaurerei. Die Ziele sind sehr hoch gesteckt und können nicht immer konsequent eingehalten werden, das ist nur menschlich.

Wichtig ist aber, dass wir es versuchen und unser Handeln wiederkehrend hinterfragen und gegeben falls korrigieren. Der Weg ist das Ziel.

Ein Weg, den viele Menschen gerne gehen würden, aber der Bequemlichkeit und den täglichen Herausforderungen des Alltages gerne unterordnen.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, diesen Weg mit Gleichgesinnten zu versuchen.
Haben Sie den Mut dazu, brechen sie aus ihrem Alltag aus.
Wir bieten Ihnen das Umfeld und Rüstzeug für diese Entscheidung.

Ich freue mich auf Ihre eMail oder Ihren Anruf.
Jeder mit ernsthaften Absichten ist bei uns willkommen.

Oliver Pawel
Logenmeister
logenmeister@freimaurer-schleswig.de

Vaterländischen Loge

Einmal im Jahr feiern wir in unserer Freimaurerloge die Vaterländischen Loge

Häufig berücksichtigen Vorträge anlässlich einer Vaterländischen Loge die Tatsache, dass heute vor 145 Jahren, am 18. Januar 1871, das Deutsche Kaiserreich proklamiert und König Wilhelm I. – unser Freimaurerbruder – an jenem Tag im Spiegelsaal des Schlosses Versailles zum Deutschen Kaiser gekrönt wurde. Hiervon sind wir dieses Jahr abgewichen und erwähnen ein anderes Ereignis , dem wir in Deutschland im letzten Jahr in besonderer Weise gedacht haben. Die geschichtliche Begebenheit, die nicht nur unser Vaterland verändert, sondern weltweite Auswirkungen nach sich gezogen hat, ist Grundlage der diesjährigen Rede.

Rede Vaterlaendische Loge 2016

Neugierig geworden? Dann werden Sie doch einfach bei uns Freimaurer und genießen regelmäßig bei uns interessante Vorträge, die zum Nachdenken anregen…..

Der Orden – Eine Erfolgsgeschichte

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Die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland gehört mit den skandinavischen Großlogen zur sogenannten christlichen Ausrichtung der Freimaurerei, die nach dem so genannten „Schwedischen System“ arbeitet. Wenn sich diese Großlogen in den einzelnen Ländern auch unterschiedlich entwickelt haben, so gehen sie doch auf einen gemeinsamen Ursprung zurück.

Der schwedische Kanzleirat Karl Friedrich Eckleff (1723-1784) schuf Mitte des 18. Jahrhunderts in Stockholm ein tiefgründiges freimaurerisches System. Er hat an diesem “Schwedischen System“ sein ganzes weiteres Leben lang gearbeitet. Sein “Patent” sowie die Akten und Rituale sollen ihm aus der Schweiz zugegangen sein. Im Jahre 1766 erhielt der preußische General-Feldstabsmedikus Johann Wilhelm Kellner von Zinnendorf (1731-1782) nach langen Verhandlungen mit Eckleff einen Freibrief zur Gründung einer “Großen Landesloge” sowie die dazu notwendigen Akten und Rituale. Mit diesen Unterlagen gründete er 1770 die “Große Landesloge von Deutschland” in Berlin, deren erster Großmeister Bruder Martin Kröncke wurde. 1771 übernahm König Friedrich (der Große) von Preußen das Protektorat über die Große Landesloge. 1773 erfolgte die Anerkennung durch die damals führende Großloge von England. Am 20. Dezember 1776 stiftete von Zinnendorf das heute noch bestehende Große Ordenskapitel und die Andreasloge “Indissolubilis“ in Berlin und wurde zudem erster „Ordensmeister“. Seit dieser Zeit gilt in der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland – anders als heutzutage in Skandinavien – das zweigliedrige System; bedeutet: An der Spitze unseres Ordens steht der Ordensmeister, dem die Ordenskapitel unterstellt sind. Ihm zur Seite steht der Landesgroßmeister, der die Johannis- und Andreaslogen repräsentiert.

In Schweden wurden die Eckleffschen Akten 1774 von Ordensmeister Herzog Carl von Södermanland übernommen. Da ihre vollständige Erarbeitung in Deutschland nicht vorlag, entsandte man mehrfach Kommissionen nach Stockholm, um die Vervollständigung sowohl von Eckleff als auch von Herzog Carl zu erbitten. Im Jahre 1819 wurde ein besonderer Freundschaftsvertrag zwischen den Großlogen beider Länder unterzeichnet. Dennoch gelang erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den Mecklenburger Christian Carl Friedrich Wilhelm von Nettelbladt (1779-1843) eine komplette Bearbeitung der Rituale aller Grade zu einem folgerichtigen Gesamtaufbau, nach welchem im Wesentlichen unverändert bis heute gearbeitet wird.

Sankt Johannis und die Freimaurer

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Am 24. Juni ist Johannistag

Weltweit feiern die Freimaurerlogen um den 24. Juni herum das Johannisfest. Doch warum? Der 24. Juni ist der sogenannte Johannistag, das Fest Johannis des Täufers.

Johannis der Täufer ist Schutzpatron der Johannislogen, die daher auch diesen Zusatz vor ihrem Logennamen tragen. Schon die alten Steinmetze hatten den Wegbereiter Christi als Schutzpatron. Johannes rief die Menschen zur Umkehr auf, taufte sie im Jordan und bereitete sie auf die baldige Ankunft des Messias vor. Die Taufe sollte eine rituelle Reinigung, ein Bekenntnis zur Buße und zur Umkehr sein. Schließlich zeigte sich auch Jesus von Nazareth unter seinen Anhängern und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Johannes sagte, er taufe nur mit Wasser, Christus hingegen werde mit „Feuer und mit Geist“ taufen. Danach begann Jesus Christus öffentlich zu wirken.

Das Johannisfest symbolisiert den längsten Tag des Jahres (Sommersonnenwende), an dem uns die Sonne ihr maximales Licht schenkt. Die Lichtsymbolik spielt in der Freimaurerei eine sehr bedeutende Rolle. Deshalb feiern die Ordensbrüder auch um dieses Datum herum das Johannisfest, ein fröhliches und lichtreiches Fest, das weltweit höchste Fest der Freimaurerei. Wichtigstes Symbol des Johannisfestes ist die Rose. Sie dient der Menschheit seit Urzeiten als ein Zeichen für Liebe, Schönheit und Freude. Mit einer Rose aus Stein krönten die Steinmetze des Mittelalters den Bau als Zeichen der Vollkommenheit.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest

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Wir sind in der dunklen Jahreszeit angelangt, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Ende Dezember zur Wintersommerwende sind die Tage am kürzesten.  Es ist der Gegensatz zu unserem Johannisfest im Sommer, der Sommersonnenwende.

Wir Freimaurer wissen, dass es kein Licht ohne Dunkelheit gibt. Das ist der Lauf der Welt.

Je dunkler die Tage werden, umso mehr wächst in uns Menschen die Sehnsucht nach dem Licht. Wir müssen uns diese dunkle Jahreszeit so angenehm wie möglich gestalten in dem festen Wissen, dass nach dieser Dunkelheit wieder Licht folgen wird….

Viele wunderschöne Festtage und eine sehr schöne Tradition helfen uns dabei, die Dunkelheit zu besiegen. Das Kerzenlicht.

Das Licht, dass wir besonders in der Advents- und Weihnachtszeit durch Kerzen zum Leuchten bringen, vermittelt ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Es ist Ausdruck eines positiven Lebensgefühls in der dunklen Jahreszeit. Ich kann mir mein Wohnzimmer in dieser Zeit nicht ohne das wärmende Licht einer Kerze vorstellen. Ich spüre, wie eine Ruhe mich erfasst. Wie anders wirkt ein Raum, wenn er nicht von der kalten Glühbirne beschienen wird. Das Kerzenlicht lebt und verzaubert seine Umgebung.

Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit und ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Fünftes Freimaurertreffen auf Schloss Louisenlund an der Schlei

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Was 2008 als „Experiment“ begann, ist inzwischen zur Tradition geworden: Im zweijährigen Rhythmus führt die Schleswiger Johannis-Loge „Carl zur Treue“ im Herbst eine Festarbeit auf Schloss Louisenlund an der Schlei durch. Was macht eine rituelle Arbeit abseits von Logenhäusern für Freimaurer aus Deutschland und Dänemark so interessant? Louisenlund war die Wirkungsstätte des legendären Landgrafen Carl von Hessen, der von 1767 – 1836 als Kopenhagens Statthalter in den Herzogtümern Schleswig und Holstein dort residierte. 1775 war er in den Freimaurerorden aufgenommen worden und galt bis zu seinem Tod 1836 als leidenschaftlicher Freimaurer. Bruder Carls Denken und Fühlen wirken bis heute durch den Louisenlunder Freimaurer-Park nach, den er als „meinen Garten Eden“ bezeichnet hat. Landgraf Carl liebte lange Spaziergänge auf dem weit verzweigten Parkgelände, die er als „Wege zur Erleuchtung“ betrachtete und die er für tiefsinnige Überlegungen nutzte. Und auch heute noch lassen die idyllische Lage des Schlossareals am Ostseefjord Schlei und dessen freimaurerische Aura keinen Bruder unbeeindruckt. Eingebettet in diese einzigartige Atmosphäre führte Schleswigs Logenmeister Oliver Pawel durch eine Arbeit im I. Grad. Zuvor war die Lichteinbringung durch den amtierenden Landesgroßmeister und Provinzialmeister erfolgt. Und auch das hat Tradition bei Festarbeiten auf Louisenlund: Die eingesetzten Beamten sind Mitglieder verschiedener Johannis-Logen; diesmal waren neben der gastgebenden Schleswiger Loge „Carl zur Treue“ beteiligt: „Leuchte am Strande“, Eckernförde und „Zur Bruderliebe an der Nordsee“, Husum.

Festvortrag: Bruder Landgraf Carl und seine Gäste